Schlaf besser!

 

Schlaf besser! Neues aus der Somnologie

Die VION-Kampagne „Schlaf gut!“ liegt schon einige Jahre zurück. Inzwischen haben wir mal ein paar Nächte drüber geschlafen und geschaut, was die Somnologie – so heißt die Schlafforschung im Fachjargon – inzwischen Neues zu bieten hat. Die Palette reicht von aktuellen Erkenntnissen zu den Themen Schlafqualität und Schlafstörungen über psychologische Hintergründe und Behandlungsmethoden bis hin zu innovativen digitalen Tools. Wusstest du zum Beispiel, dass es mittlerweile sogar Schlaf-Apps auf ärztliches Rezept gibt?

All das ist Grund genug, dem faszinierenden Thema eine Fortsetzung zu widmen. Denn nicht umsonst heißt es im Volksmund „Schlaf ist die beste Medizin!“ Doch während die Wissenschaft mit Siebenmeilenstiefeln voranprescht, klagen zugleich immer mehr Menschen über Schlafprobleme – mit entsprechend negativen gesundheitlichen Folgen. Selbst Kita- und Schulkinder sind vielfach davon betroffen. Was ist dran an der kollektiven Dauerübermüdung? 

Im zweiten Teil unserer Kampagne „Schlaf besser!“ erfährst du alles über neue Wege zu einem gesünderen Schlafverhalten, welche Methoden zu dir und deiner Lebenssituation passen und wie deine Nachtruhe zum echten Booster wird, um den Alltag in aller Frische zu stemmen.

4 Fakten zum Thema Schlaf

Fit für den Alltag:

Ausgeschlafene haben mehr vom Leben!

Wie gut oder schlecht du schläfst, wirkt sich in alle Bereiche deines Lebens aus. Ob Partnerschaft, Familie, Schule oder Job – hier findest du einige Tipps, mit denen du für dein besseres Schlafverhalten und damit für ein harmonischeres Privatleben sorgen kannst.

 

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Besser schlafen – wie geht das? Mit gepflegter Schlafhygiene!

Schlafhygiene – klingt nach Hausfrauen-Tipps und Reinlichkeit? Tatsächlich geht’s dabei vielmehr um die bestmögliche Gestaltung deiner Lebens- und Schlafgewohnheiten. Hier findest du einige Tipps von der Ernährung über das Interieur bis hin zu nützlichen Apps, mit denen du potenziellen Schlafstörungen ein Schnippchen schlägst.

 

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Was tun, wenn es trotz aller Mühen immer wieder mit dem Einschlafen hapert?

Hier findest du praktische Tipps fürs allabendliche entspannte Wegdämmern.

 


Schlaftagebuch führen: Lerne dich besser kennen


Nimm dir morgens und abends ein paar Minuten Zeit, um deine Befindlichkeiten aufzuschreiben – am besten direkt im Bett. Das geht sowohl klassisch mit einem Notizbuch als auch per App. Prüfe deine aktuelle Stimmung: besonders gestresst oder eher entspannt? Hast du Alkohol oder Medikamente konsumiert? Notiere, wann du zu Bett gegangen bist, und äußere Einflüsse wie Beleuchtung oder Raumtemperatur. Schnell wirst du Routinen und Muster erkennen. Vielleicht fällt dir selbst schon auf, was sich daran verbessern lässt. Dein Schlaftagebuch kann letztlich auch Medizinern helfen, die Ursachen für deine schlaflosen Nächte zu ergründen.

 

Störfaktoren beseitigen: Räume die Steine aus dem Weg

Oft sind es die eigenen alltäglichen Gewohnheiten, die uns beim Einschlummern im Weg stehen. Zum Beispiel eine Überstimulierung des Gehirns durch zu schweres Essen, Alkohol, Koffein und Nikotin oder zu viel Bildschirmzeit am späten Abend. Solche Faktoren kannst du selbst reduzieren – nötigenfalls schrittweise. Auch einen geregelten Schlafrhythmus einzuhalten und für eine ruhige, schlaffördernde Umgebung zu sorgen, liegt in deiner Hand. Manchmal genügen schon kleine Veränderungen, um besser einzuschlafen. Bei länger andauernden Schlafstörungen solltest du allerdings ärztlichen Rat einholen.

 

Zur Ruhe kommen: Entspannungsübungen und Atemtechniken

Niemand kann auf Befehl einschlafen – allerdings kannst du lernen, wie du es dir leichter machst.
Bewusstes Atmen aktiviert deinen Parasympathikus – das ist der Teil deines Nervensystems, der für Entspannung und Erholung zuständig ist. Mit tiefen Atemzügen reduzierst du außerdem die Ausschüttung von Stresshormonen wie Cortisol. Das hilft dir, besser zur Ruhe zu kommen.
Ein Training zur Tiefenentspannung ist die Progressive Muskelentspannung (PME) nach Jacobsen. Aber auch durch Autogenes Training oder Yoga kannst du das Einschlafen trainieren.
 

 

Kuschel dich glücklich!

Beim Kuscheln erlebst du nicht nur Geborgenheit, sondern es wird auch das Hormon Oxytocin freigesetzt. Dies senkt die Herzfrequenz, den Blutdruck und den Cortisolspiegel. Das wiederum dient dem Stressabbau und vermittelt dir ein Gefühl der Ruhe und Zufriedenheit – optimale Voraussetzungen für ein sanftes Übergleiten ins Reich der Träume. Singles sind hier übrigens genauso angesprochen: Wer allein lebt, kann einen ähnlichen positiven Effekt auf sein Nervensystem durch das Kuscheln mit einem gemütlichen Schlafkissen erzielen.

 

Einfach mal das Gedankenkarussell anhalten!

Zugegeben: Das Leben ist an sich schon eine komplizierte Sache, und die Wirren der Zeit machen es nicht gerade einfacher. Klar, dass einem da gerade vor dem Einschlafen noch allerhand Gedanken durch den Kopf wirbeln. Deshalb solltest du dich spätabends mit angenehmeren Dingen befassen. Gönn dir einen zeitlichen Abstand von den Tagesnachrichten, leg die privaten Sorgen beiseite, und greif lieber mal wieder zu einem guten Buch oder einem schönen Film. Mach dir klar, dass nachts alles viel schlimmer auf dich wirkt. Nicht umsonst gilt der Rat, erst mal eine Nacht drüber zu schlafen. Am nächsten Morgen sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.

 

Bewährte Hausmittel: Omas Einschlaf-Tricks

– Das Gesicht mit kaltem Wasser zu benetzen, löst den sogenannten Tauchreflex aus. Dabei wird der Puls langsamer. Effekt: beruhigend, entspannend und schlaffördernd.
– Heiße Milch mit Honig oder Kräutertee als Schlaftrunk: Kamille, Lavendel und Melisse wirken besonders beruhigend und erhöhen außerdem die Schlafbereitschaft.
– Ein heißes Bad vor dem Zubettgehen wirkt wahre Wunder und macht herrlich schläfrig.
– Wollsocken im Bett mögen zwar altbacken erscheinen, aber wohlig-warme Füße haben einen wissenschaftlich erwiesenen einschläfernden Effekt.
– Natürliche Bettwäsche: Materialien wie Baumwolle oder Leinen regulieren deine Temperatur, lassen die Haut atmen und sorgen für ein angenehmes Schlafklima.